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Sexarbeit und Politik

Stell dir vor, du arbeitest hart, um dein Geld zu verdienen, aber die Gesellschaft verurteilt dich dafür. Genau das ist die Realität vieler Sexarbeiter*innen in der Schweiz.

Sexarbeit polarisiert und ist ein durchaus politisches Thema.

Sexarbeit

Begriffserklärung

Sexarbeit bezeichnet „den Austausch von sexuellen Dienstleitungen, sexuellen Darstellungen oder sexuellen Produkten gegen materielle Güter“

(Weitzer (2010)

der Begriff Sexarbeit wird er auf unterschiedliche Art verwendet:

1) Sexarbeit als Synonym von Prostitution

2) Sexarbeit als Oberbegriff – unter dem Prostitution einen Teilbereich darstellt

3) die Verwendung des Begriffs im Kontext feministischer, sex-positiver Sexarbeiter*innen bewegungen zur Entstigmatisierung und Anerkennung der Tätigkeit als Dienstleistung bzw. Lohnarbeit

Politische Lage in der Schweiz

Die politische Lage in der Schweiz in Bezug auf Sexarbeit ist recht liberal. Prostitution ist in der Schweiz legal und Sexarbeiter*innen haben das Recht, ihrer Tätigkeit nachzugehen. Es gibt spezielle Zonen in einigen Städten, in denen (Srassen) Prostitution offiziell erlaubt ist.


Allerdings gibt es auch Diskussionen über die Regulierung von Sexarbeit und den Schutz der Sexarbeiter. Einige Politiker und Organisationen fordern strengere Regulierungen, um Menschenhandel und Ausbeutung zu bekämpfen. Andere befürworten eine vollständige Legalisierung und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Sexarbeiter.

Aktuell gibt es in der Schweiz keine konkreten Gesetzesänderungen oder politischen Entscheidungen bezüglich der Sexarbeit. Die Diskussionen und Debatten über dieses Thema dauern jedoch an und könnten in Zukunft zu neuengesetzlichen Regelungen führen.

Ein Beispiel für die Forderungen nach strengeren Regulierungen sind Kampagnen und Initiativen von Frauenrechtsorganisationen und NGOs, die darauf abzielen, Kunden von Sexarbeiterinnen zu bestrafen (Sexkaufverbot) und den Menschenhandel zu bekämpfen. Diese Gruppen argumentieren, dass eine strengere Regulierung notwendig ist, um die Ausbeutung von Sexarbeiterinnen zu verhindern und sie vor Gewalt und Ausbeutung zu schützen.

Ein Beispiel für die Befürworter einer vollständigen Legalisierung und besseren Arbeitsbedingungen für Sexarbeiterinnen sind die Argumentationen von liberalen Politikern, Aktivisten sowie der MEHRHEIT DER SEXARBEITER*INNEN. Sie argumentieren, dass eine vollständige Legalisierung von Prostitution dazu beitragen könnte, die Arbeitsbedingungen für Sexarbeiterinnen zu verbessern, ihre Rechte zu schützen und die öffentliche Gesundheit zu fördern. Sie fordern, dass Sexarbeit als normale Arbeitsform anerkannt und reguliert werden sollte, um die Sicherheit und Gesundheit der Sexarbeiterinnen zu gewährleisten.

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